Ratgeber Vollgummi: Welcher Gummi eignet sich für Dichtungen, Unterlagen und DIY-Projekte?
Vollgummi begegnet uns bei enorm vielen Anwendungen: als Dichtung, Gummiunterlage unter Maschinen, Schutz zwischen Metallteilen, Antirutschunterlage oder elastische Zwischenlage.
Viele professionelle Dichtungen in Handwerk und Industrie werden wegen der hervorragenden Eigenschaften aus Vollgummi genutzt.
Auch für DIY-Projekte ist Vollgummi interessant, weil sich aus Rollen, Streifen und Matten mit einfachen Werkzeugen, wie Cuttermesser, Schere, ... sehr einfach individuelle Lösungen herstellen lassen.
Doch welcher Vollgummi ist der richtige? EPDM oder SBR? Welche Stärke wird benötigt und wann ist Zellkautschuk die bessere Wahl?
Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie den passenden Vollgummi für Ihre Anwendung auswählen.
Welchen Vollgummi brauche ich?
Die wichtigste Frage ist zunächst, wo und wofür der Gummi eingesetzt werden soll.
| Anwendung | Geeignete Lösung |
|---|---|
| Außenbereich | EPDM Vollgummi |
| Garten und Terrasse | EPDM Vollgummi |
| UV- und Witterungsbelastung | EPDM Vollgummi |
| Dichtung zwischen festen Bauteilen | EPDM oder SBR Vollgummi |
| Maschinenunterlage | EPDM oder SBR Vollgummi |
| Schutzunterlage | SBR oder EPDM Vollgummi |
| Vibrationsminderung | Vollgummi in geeigneter Stärke |
| Metall auf Metall entkoppeln | EPDM oder SBR Vollgummi |
| Individuelle Flachdichtung | EPDM Vollgummi |
| Größere Unebenheiten abdichten | Eher Zellkautschuk |
| Stark komprimierbare Dichtung | Zellkautschuk |
Faustregel für Vollgummi: Soll der Gummi im Außenbereich dauerhaft Sonne, Regen und Ozon ausgesetzt sein, ist EPDM meist die richtige Wahl. Für viele mechanische Anwendungen im geschützten Bereich kann SBR eine wirtschaftliche Alternative sein.
Was ist Vollgummi? Das Material einmal kurz erklärt.
Vollgummi ist ein massiver Elastomerwerkstoff ohne die typische weiche Zellstruktur von Zellkautschuk oder Moosgummi. Das Material besteht durchgehend aus Gummi und ist dadurch vergleichsweise druckstabil, belastbar und widerstandsfähig.
Und dennoch bleibt Vollgummi elastisch und bedingt weich. Er kann sich unter Druck verformen und anschließend weitgehend in seine ursprüngliche Form zurückkehren.
Die Kombination aus Elastizität, sowie mechanischer Belastbarkeit macht Vollgummi für Dichtungen, Unterlagen, Entkopplungen und Schutzflächen besonders interessant.
Wofür kann Vollgummi verwendet werden?
Vollgummi kann überall dort eingesetzt werden, wo eine elastische und dennoch druckstabile Zwischenlage benötigt wird.
Typische Anwendungen von Vollgummi sind:
- Dichtungen zwischen zwei Bauteilen
- Unterlagen für Maschinen und Geräte
- Schutz zwischen Metallbauteilen
- Vibrations- und Körperschallentkopplung
- Distanzstücke
- Schutzstreifen
- Unterlagen im Terrassenbau
- Fahrzeug- und Caravan-Umbauten
- Sanitär- und Lüftungstechnik
- individuelle Flachdichtungen
- Schutz von empfindlichen Oberflächen
Vollgummi wird Industrie und Handwerk seit Jahrzehnten genutzt und kann auch bei DIY-Projekten hilfreich sein.
Statt Metall, Holz oder Kunststoff direkt auf einen harten Untergrund zu montieren, wird eine geeignete Gummilage dazwischen gelegt. Diese kann Bewegungen aufnehmen, verhindern, dass Nässe von unten ins Material gesaugt wird, und Schallübertragung verhindern.
Welche Arten von Vollgummi gibt es?
"Vollgummi" beschreibt zunächst den Aufbau des Materials. Die konkreten Eigenschaften werden wesentlich vom verwendeten Elastomer, also Gummiwerkstoff, bestimmt.
Für viele Anwendungen sind vor allem EPDM und SBR interessant.
EPDM Vollgummi
EPDM steht für Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk.
Die gewünschte Stärke von EPDM ist die Beständigkeit gegenüber Umwelteinflüssen. EPDM besitzt eine gute Beständigkeit gegen:
- UV-Strahlung
- Ozon
- Alterung
- Feuchtigkeit
- Witterung
Dadurch eignet sich EPDM besonders für Anwendungen im Außenbereich.
Typische Anwendungen für EPDM Vollgummi:
EPDM eignet sich beispielsweise für Unterlagen im Terrassenbau, Dichtungen an Gartenkonstruktionen, Metallkonstruktionen im Freien, Fahrzeugumbauten, Caravan-Anwendungen sowie zahlreiche Dichtungs- und Entkopplungsaufgaben.
Produktbeispiel aus dem Shop von Fugendichtband24.de:
EPDM Vollgummi 30 × 5 mm, 9,5-m-Rolle, ca. 65 Shore A. Diese Ausführung eignet sich beispielsweise für Maschinenunterlagen, Distanzstücke, Metallkonstruktionen, Terrassenbau sowie Fahrzeug- und Caravan-Projekte.
SBR Vollgummi
SBR steht für Styrol-Butadien-Kautschuk und gehört zu den klassischen technischen Gummiwerkstoffen.
SBR besitzt gute mechanische Eigenschaften und ist abriebfest. Dadurch wird das Material häufig für Schutzunterlagen, technische Zwischenlagen und andere mechanisch beanspruchte Anwendungen eingesetzt.
Wenn keine besonders hohe UV-, Ozon- oder Witterungsbeständigkeit benötigt wird, kann SBR eine wirtschaftliche Alternative zu EPDM darstellen.
Typische Anwendungen: Werkstatt, Geräteunterlagen, Schutzflächen, Maschinenbau und allgemeine technische Konstruktionen.
EPDM oder SBR Vollgummi – was ist besser?
Keines der beiden Vollgummi Materialien ist grundsätzlich besser. Entscheidend ist die Anwendung.
| Eigenschaft | EPDM | SBR |
|---|---|---|
| Außenbereich | Sehr gut geeignet | Eingeschränkt geeignet |
| UV-Beständigkeit | Sehr gut | Geringer |
| Ozonbeständigkeit | Sehr gut | Geringer |
| Witterungsbeständigkeit | Sehr gut | Geringer |
| Mechanische Belastbarkeit | Gut | Gut |
| Abriebfestigkeit | Gut | Gut |
| Allgemeine technische Anwendungen | Sehr gut | Sehr gut |
| Wirtschaftliche Innenanwendungen | Gut | Häufig interessant |
Einfach gesagt: Für Anwendungen im Freien unter Umwelteinflüssen ist EPDM meist die bessere Wahl. Für viele mechanische Anwendungen im geschützten Innenbereich kann SBR ausreichend sein.
Was bedeutet Shore A bei Vollgummi?
Die Angabe Shore A beschreibt die Härte elastischer Werkstoffe.
Je höher der Shore-A-Wert, desto härter und weniger leicht eindrückbar ist das Material, hier der Vollgummi.
Ein Vollgummi mit beispielsweise 65 Shore A ist deutlich fester als weicher Zellkautschuk mit z. B. 15° Shore A, bleibt aber elastisch.
Viele EPDM-Vollgummiprodukte aus dem Online-Shop von Fugendichtband24.de besitzen eine Härte von etwa 65 Shore A. Diese Härte bietet eine gute Kombination aus Flexibilität und Druckstabilität.
Für bestimmte individuelle Flachdichtungen kann z. B. EPDM mit etwa 50 Shore A zur genutzt werden, welches entsprechend weicher und anpassungsfähiger ist.
In welcher Stärke sollte Vollgummi verwendet werden?
Die richtige Materialstärke hängt von Faktoren wie dem Gewicht eines Gegenstands, sowie dem Untergrund, der Auflagefläche, der gewünschtem Verformung und vor allem der Aufgabe des Gummis ab.
Hier eine grobe Orientierung:
| Stärke | Typische Anwendung |
|---|---|
| 1 mm | Dünne Dichtungen und Zwischenlagen |
| 2 mm | Dichtungen, Schutz und leichte Entkopplung |
| 3 mm | Universelle Dicht-, Schutz- und Entkopplungsaufgaben |
| 4–5 mm | Stärkere Zwischenlagen, Maschinenunterlagen und Distanzierung |
| Größere Stärken | Spezielle Konstruktionen und stärkerer Höhenausgleich |
Wichtig bei Vollgummi: Dickees Material bedeutet nicht automatisch besser. Soll beispielsweise eine Verschraubung dicht bleiben und gleichzeitig maßhaltig sein, kann eine dünne Vollgummidichtung geeigneter sein.
Vollgummi oder Zellkautschuk – was brauche ich?
Diese Frage ist besonders wichtig, weil beide Materialien häufig miteinander verwechselt werden.
Vollgummi ist massiv. Zellkautschuk enthält dagegen viele geschlossene Zellen und ist damit weicher.
Dadurch verhalten sich beide Materialien unter Druck sehr unterschiedlich.
| Eigenschaft | Vollgummi | Zellkautschuk |
|---|---|---|
| Aufbau | Massiv | Geschlossenzellig |
| Druckstabilität | Hoch | Geringer |
| Komprimierbarkeit | Geringer | Hoch |
| Unebenheiten ausgleichen | Begrenzt | Sehr gut |
| Mechanische Belastbarkeit | Hoch | Geringer |
| Als feste Zwischenlage | Sehr gut | Bedingt |
| Weiche Abdichtung | Bedingt | Sehr gut |
Wann nutzt man Vollgummi?
Wenn du eine belastbare, elastische und relativ formstabile Zwischenlage benötigst.
Beispiel: Eine Maschine soll nicht direkt auf einem Metallgestell stehen.
Wann nehme ich Zellkautschuk?
Wenn eine Dichtung deutlich zusammengedrückt werden und Unebenheiten ausgleichen soll.
Beispiel: Eine Klappe besitzt unterschiedliche Spaltmaße und soll beim Schließen gegen eine weiche Dichtung gedrückt werden.
Wann nutzt man selbstklebenden oder nicht selbstklebend Vollgummi?
Beide Ausführungen haben ihre geeigneten Anwendungsbereiche.
Selbstklebendes Vollgummi
Die aufgebrachte Klebeschicht mit Schutzfolie erleichtert vor allem die Montage.
Schutzfolie entfernen, Gummistreifen positionieren und fest andrücken. Dadurch verrutscht der Streifen bei der weiteren Montage nicht mehr so leicht.
Das ist besonders praktisch bei:
- vertikalen Flächen
- längeren Gummistreifen
- Montage zwischen zwei Bauteilen
- schwer zugänglichen Stellen
- präziser Positionierung
Wichtig: Die Klebefläche von selbstklebendem Vollgummi dient je nach Konstruktion vor allem als Montagehilfe. Die mechanische Belastbarkeit einer Konstruktion sollte nicht automatisch allein über die Klebeschicht hergestellt werden.
Produktbeispiel aus dem Shop von Fugendichtband24.de
EPDM Vollgummi 50 × 5 mm, einseitig selbstklebend, 9,5-m-Rolle besitzt etwa 65 Shore A und eignet sich unter anderem für Abdichtung, Entkopplung sowie Vibrations- und Schalldämmung.
Wann nutzt man Vollgummi ohne Klebeschicht?
Nicht selbstklebendes Vollgummi ist sinnvoll, wenn das Material:
- zwischen zwei Bauteilen geklemmt wird,
- verschraubt wird,
- lose als Unterlage dient,
- separat mit speziellen Klebern verklebt werden soll oder
- regelmäßig ausgetauscht werden muss.
Produktbeispiel aus dem Shop von Fugendichtband24.de
EPDM Vollgummi 30 × 5 mm auf 9,5-m-Rolle ist nicht selbstklebend und kann beispielsweise als Maschinenunterlage, Distanzstück, Unterlage im Terrassenbau oder zur Entkopplung von Metallkonstruktionen verwendet werden.
Vollgummistreifen, Rolle oder Matte - was ist geeigneter?
Die geeignete Form des Vollgummis richtet sich nach der Anwendung.
Vollgummi auf Rolle
Rollen eignen sich besonders für lange, schmale Anwendungen.
Beispiele für Vollgummi auf Rolle:
- Metallprofile
- Auflageflächen
- Unterkonstruktionen
- längere Dichtungen
- Terrassenkonstruktionen
- Maschinenrahmen
- Vollgummimatten
Vollgummimatten
Matten sind sinnvoll, wenn eine größere Fläche benötigt wird oder eine individuelle Form selbst zugeschnitten werden soll.
Ein gutes Beispiel ist eine selbstklebende EPDM Vollgummimatte mit 3 mm Stärke und 200 × 300 mm Fläche. Daraus lassen sich individuelle Schutzunterlagen, Gehäusedichtungen oder kleinere Dichtungsformen herstellen.
Individuelle Zuschnitte aus Vollgummi
Für kompliziertere Formen kann Vollgummi auch professionell nach Zeichnung zugeschnitten bzw. mit einem CNC Plotter geplottet werden.
Das ist interessant, wenn eine Dichtung beispielsweise Bohrungen, Rundungen oder Aussparungen benötigt und in allen Bereichen maßhaltig sein muss.
Kann man Vollgummi selbst zuschneiden?
Ja. Dünner Vollgummi lässt sich mit einem scharfen Cuttermesser oder einem Scalpell und einer stabilen Schneidunterlage gut bearbeiten.
Für gerade Schnitte empfiehlt sich eine Metallschiene als Führung.
Bei stärkeren Materialien sind eventuell mehrere Schnitte erforderlich. Nicht versuchen, eine große Materialstärke mit Gewalt in einem einzigen Schnitt zu durchtrennen.
Praxistipp: Mehrere leichte Schnitte ergeben meist eine sauberere Schnittkante als ein einziger sehr kräftiger Schnitt.
Kann man aus Vollgummi selbst eine Dichtung herstellen?
Ja. Gerade für Reparaturen und nicht mehr lieferbaren Dichtungen bei älteren Geräten ist das sehr praktisch.
Die kaputte Dichtung kann beispielsweise als Schablone verwendet werden. Außenkontur und Bohrungen werden auf eine geeignete Vollgummimatte übertragen und anschließend sauber ausgeschnitten.
Bei komplizierten oder präzisen Dichtungen ist ein professioneller Zuschnitt sinnvoll.
Fugendichtband24 bietet dafür das CNC-Plotten individueller EPDM-Flachdichtungen nach PDF- bzw. DXF-Vorlage an. Dadurch können auch komplexere Konturen professionell hergestellt werden.
Kann Vollgummi als Maschinenunterlage verwendet werden?
Ja. Vollgummi kann zwischen Maschinen und Untergrund als elastische Zwischenlage eingesetzt werden.
Dadurch wird der unmittlebare Kontakt zwischen harten Bauteilen unterbrochen. Je nach Konstruktion können dadurch Vibrationen, Körperschall und Kontaktgeräusche reduziert, sowie Oberflächen geschützt werden.
Für kleinere Maschinen, Werkstattgeräte oder Konstruktionen kann beispielsweise 5 mm starker EPDM Vollgummi interessant sein.
Bei schweren oder stark vibrierenden Maschinen sollte die Auslegung jedoch anhand von Gewicht, Auflagefläche, Härte, sowie dynamischer Belastung erfolgen.
Kann Vollgummi als Antirutschunterlage verwendet werden?
Vollgummi kann bei geeigneten Oberflächen die Reibung erhöhen und dadurch das Verrutschen von Gegenständen reduzieren.
Die tatsächliche Rutschhemmung hängt jedoch von mehreren Faktoren ab:
- Oberfläche des Gummis
- Untergrund
- Gewicht
- Auflagefläche
- Feuchtigkeit
- Verschmutzung
- seitlich wirkende Kräfte
Die Materialstärke allein bestimmt daher nicht, wie rutschfest eine Unterlage aus Vollgummi ist.
Für sicherheitsrelevante Anwendungen sollte die Eignung immer geprüft werden.
Anwendung von Vollgummi im Garten und Terrassenbau
Gerade im Außenbereich bietet EPDM Vollgummi interessante Möglichkeiten.
Beispielsweise können Gummistreifen zwischen zwei Bauteilen eingesetzt werden, um direkten Kontakt zwischen Untergrund und Material zu vermeiden, kleine Höhenunterschiede auszugleichen oder Bauteile voneinander zu entkoppeln.
Typische Anwendungs-Beispiele sind:
- Unterlagen unter Holzkonstruktionen
- Zwischenlagen bei Terrassenkonstruktionen
- Metallkonstruktionen im Garten
- Unterlagen unter Gartenleuchten
- Abstandhalter
- Schutz zwischen Metall und Stein
Bei diesen Anwendungen spielt EPDM Vollgummi seine hohe UV-, Ozon- und Witterungsbeständigkeit aus.
Vollgummi zwischen Metallbauteilen
Zwei direkt aufeinanderliegende Metallteile können Geräusche verursachen, vibrieren oder Oberflächen beschädigen.
Eine dünne Vollgummilage trennt die beiden Bauteile voneinander.
Für geringe Aufbauhöhen kann beispielsweise 1 mm EPDM Vollgummi sinnvoll sein. Soll zusätzlich stärker gedämpft oder ein größerer Abstand geschaffen werden, eignet sich beispielsweise 3 oder 5 mm Vollgummi.
Genau dieses Prinzip wird auch im professionellen Maschinen-, Anlagen- und Metallbau eingesetzt.
Vollgummi zur Vibrations- und Schalldämmung
Vollgummi kann Vibrationen und insbesondere Körperschall reduzieren, indem es zwei harte Bauteile elastisch voneinander entkoppelt.
Typische Anwendungen sind:
- Pumpen
- Lüfter
- kleinere Maschinen
- Werkstattgeräte
- Metallgehäuse
- Motoren und Aggregate
- Lautsprecher
- technische Konstruktionen
Für eine gezielte technische Schwingungsisolierung reicht allerdings die Aussage „je dicker, desto besser“ nicht aus. Gewicht, Erregerfrequenz, Auflagefläche und Gummihärte müssen gemeinsam betrachtet werden.
Wie wird selbstklebendes Vollgummi richtig verarbeitet?
- Untergrund prüfen
Der Untergrund muss ausreichend glatt, fest und tragfähig sein. - Oberfläche reinigen
Staub, Öl, Fett und andere Verschmutzungen gründlich entfernen. - Vollgummi zuschneiden
Das benötigte Maß vorher bestimmen und den Streifen sauber zuschneiden. - Schutzfolie schrittweise entfernen
Nicht sofort die gesamte Abdeckung abziehen. Dadurch lässt sich ein langer Streifen besser positionieren. - Gummi spannungsfrei aufkleben
Den Vollgummi beim Aufkleben nicht auseinanderziehen. Wird gedehnt verklebt, kann er später versuchen, sich wieder zusammenzuziehen. - Kräftig andrücken
Die gesamte Klebefläche gleichmäßig andrücken. Bei längeren Streifen hilft eine Andruckrolle. Für die richtige Haftkraft benötigt Klebstoff immer Zeit. Diese ist nach ca. 12-24 Stunden erreicht und hängt auch von der Umgebungstemperatur ab.
Welche Vollgummi-Lösung passt zu welcher Anwendung?
Sie benötigen eine dünne Zwischenlage
» 1 mm EPDM Vollgummi - gut geeignet, wenn nur wenig zusätzliche Aufbauhöhe entstehen soll.
Sie benötigen eine universelle Dichtung oder Zwischenlage
» 2–3 mm EPDM Vollgummi - ein guter Bereich für viele DIY-, Werkstatt- und Montageanwendungen.
Sie müssen stärker entkoppeln oder Abstand schaffen
» 5 mm EPDM Vollgummi - interessant für Maschinenunterlagen, Metallkonstruktionen, Fahrzeugumbauten und andere belastbare Zwischenlagen.
Sie benötigen eine größere Fläche
» Vollgummimatte - die Matte kann passend zugeschnitten werden.
Sie benötigen eine spezielle Dichtungsform
» individuell zugeschnittene EPDM-Flachdichtung - besonders bei komplizierten Konturen, Bohrungen und präzisen Abmessungen sinnvoll.
FAQ: Häufige Fragen zu Vollgummi
Ist Vollgummi wasserdicht?
Massiver Vollgummi besitzt keine offene Zellstruktur und ist gegenüber Wasser grundsätzlich sehr widerstandsfähig. Ob eine daraus hergestellte Verbindung tatsächlich wasserdicht ist, hängt jedoch auch von Anpressdruck, Oberfläche, Konstruktion und Materialauswahl ab.
Ist EPDM Vollgummi für draußen geeignet?
Ja. EPDM besitzt eine sehr gute Beständigkeit gegenüber UV-Strahlung, Ozon, Alterung und Witterung. Deshalb gehört EPDM zu den bevorzugten Gummiwerkstoffen für Außenanwendungen.
Ist Vollgummi das Gleiche wie Zellkautschuk?
Nein. Vollgummi ist massiv, während Zellkautschuk aus einer geschlossenzelligen Struktur besteht. Zellkautschuk lässt sich wesentlich stärker komprimieren. Vollgummi ist dagegen druckstabiler und mechanisch belastbarer.
Was bedeutet 65 Shore A?
Shore A gibt die Härte des Gummis an. Ein Vollgummi mit etwa 65 Shore A ist relativ fest und druckstabil, besitzt aber weiterhin die für Gummi typische Elastizität.
Kann Vollgummi Vibrationen dämpfen?
Ja. Vollgummi kann zwei harte Bauteile elastisch voneinander entkoppeln und dadurch die Übertragung von Vibrationen und Körperschall reduzieren. Für eine technisch definierte Schwingungsisolierung müssen allerdings Belastung, Auflagefläche, Härte und Frequenz berücksichtigt werden.
Kann Vollgummi Unebenheiten ausgleichen?
Kleine Unebenheiten können durch die Elastizität des Materials ausgeglichen werden. Bei größeren Unebenheiten oder stark unterschiedlichen Spaltmaßen ist komprimierbarer Zellkautschuk häufig besser geeignet.
Kann ich Vollgummi auf Beton verarbeiten?
Ja. Vollgummi kann beispielsweise als Zwischenlage zwischen einem Bauteil und Beton verwendet werden. Im Außenbereich empfiehlt sich aufgrund der Witterungs-, UV- und Ozonbeständigkeit häufig EPDM.
Kann Vollgummi auf Holz verwendet werden?
Ja. Vollgummi kann als Schutz-, Trenn- oder Entkopplungsschicht zwischen Holz und anderen Bauteilen eingesetzt werden. EPDM-Vollgummistreifen werden beispielsweise auch als Unterlagen bei Terrassenkonstruktionen eingesetzt.
Kann ich Vollgummi bohren?
Ja, allerdings lässt sich elastischer Gummi anders bearbeiten als Holz oder Metall. Für saubere runde Löcher sind geeignete Locheisen oder Hohlstanzen häufig besser geeignet als normale Spiralbohrer.
Wie klebt man Vollgummi fest?
Am einfachsten ist bereits einseitig selbstklebend ausgerüsteter Vollgummi. Bei nicht selbstklebendem Material muss ein zum jeweiligen Gummityp und Untergrund geeigneter Klebstoff verwendet werden. Für Gummi hat Fugendichtband24.de einen speziellen Sekundenkleber, der Bewegungen mit macht.
Welche Seite ist bei selbstklebendem Vollgummi die Dichtseite?
Der Gummi selbst übernimmt die technische Funktion. Die Klebeschicht dient je nach Anwendung hauptsächlich der Befestigung und Montage. Bei einer zwischen zwei Bauteilen eingespannten Dichtung entsteht die eigentliche Dichtwirkung vor allem durch Gummimaterial, Kontaktfläche und Anpressdruck.
Fazit: Vollgummi ist der Problemlöser für belastbare Zwischenlagen und Dichtungen
Vollgummi ist überall dort interessant, wo ein Material gleichzeitig elastisch und mechanisch belastbar sein soll.
Für DIY-Projekte reicht deshalb häufig eine einfache Entscheidung:
Außenbereich oder hohe Witterungsbelastung » EPDM.
Geschützter Bereich und allgemeine mechanische Anwendung » je nach Anforderung EPDM oder SBR.
Hohe Komprimierbarkeit und größere Unebenheiten » eher Zellkautschuk.
Anschließend werden Materialstärke, Breite und Ausführung passend zur Konstruktion ausgewählt.
Fugendichtband24 bietet dafür Vollgummi als Streifen auf Rolle, Matten, selbstklebende Ausführungen, Sonderbreiten und individuell gefertigte Flachdichtungen an. Damit lassen sich sowohl professionelle Anwendungen aus Handwerk und Industrie als auch individuelle DIY-Projekte umsetzen.

